Kapitel 1

Laffeld aus kirchlicher Sicht



Schon das Jahr 1986, in dem diese Festschrift anlässlich des Bezirksschützenfestes der St. Josef-Schützenbruderschaft ins Land geht ist aus kirchlicher Sicht ein besonderes Jahr, ein Jubiläumsjahr Sind es doch gerade 200 Jahre her, dass in Laffeld die erste Kapelle gebaut wurde. Sie wurde dem hl. Josef geweiht. Damit wollte man das Dorf und seine Bewohner unter dem besonderen Schutz des hl. Josef stellen Das war im Jahre1786. Als Laffeld dann im Jahre 1828 Rektorat "und im Jahre 1849 selbständige Pfarrgemeinde wurde, lag es nahe dass die neue Gemeinde eine Pfarrgemeinde St. Josef und die Pfarrkirche eine St-Josefs-Kirche wurde. 1903/1904 wurde die heutige St-Josefs-Kirche nach den Plänen des Düsseldorfer Architekten Prof. Kleesattel gebaut und am 30.11.1905 feierlich eingeweiht

 

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Außenansicht der Pfarrkirche vor dem 2. Weltkrieg


Über die Geschichte dieser beiden Gotteshäuser und das kirchliche Leben in Laffeld bis zum Jahre 1966 berichtete ausführlich die Festschrift der St. Josef-Schützenbruderschaft aus dem Jahre 1966. Das soll hier nicht wiederholt werden. Wohl möchte ich ein Wort in Erinnerung rufen, mit dem die Heinsberger Volkszeitung ihren großen Bildbericht nach Fertigstellung der heutigen Kirche am 26.11.1904 abschloss: "Hier haben Kunstverständnis und christlicher Opfersinn zusammen gewaltet und ein Werk geschaffen, dessen sich keine Stadt zu schämen brauchte. Möchte der Opfersinn, der sich bisher so reich betätigt hat, der den Hochaltar, die Nebenaltäre, Kanzel und Kommunionbank ganz oder größtenteils beschafft hat, in gleichem Maße anhalten, auf dass der neue Tempel Gottes werde und stets bleibe

"Der Ruhm und das Wahrzeichen Laffelds".

Diesen Geist haben die Laffelder nicht aufgegeben. Sie haben ihre Liebe zur Kirche und ihre Sorge für ihr Gotteshaus in der Folgezeit noch oft unter Beweis stellen können. Dankbar sei besonders noch einmal festgehalten, mit welchem Eifer und Einsatz sie darangingen, die Kriegsschäden aus dem letzten Weltkrieg zu beseitigen, die bis 1958 behoben werden konnten.
Dieser Geist blieb auch für die Zeit nach 1966,über die ich zu berichten habe. Ich erinnere besonders an so manche Stunden ehrenamtlichen und selbstlosen Einsatzes bei der Erneuerung der Kirchenheizung und so vieler Arbeiten, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Eine besondere Leistung bleibt die Restaurierung des Hauptaltars im Jahre 1975, die durch den Laffelder Heinz Nießen und den Heinsberger Goldschmied Johannes Hieronimi meisterhaft ausgeführt wurde. Selbst die Denkmalpfleger aus Bonn, die eigens nach Laffeld kamen, um die Arbeiten zu begutachten, konnten den beiden Künstlern nur Lob und Anerkennung zollen. Die Heinsberger Volkszeitung berichtete am 19. August 1975, dass seit diesem Besuch aus Bonn unsere Kirche als einzige romanische Kirche im Kreis unter Denkmalschutz steht.
Die Entwicklung des kirchlichen Lebens in allen katholischen Gemeinden kann nur verstanden werden auf dem Hintergrund des II. Vatikanischen Konzils, das am 21. Oktober 1962 von Papst Johannes XXIII. eröffnet und am 8. Dezember 1965 von Papst Paul VI. zu Ende geführt wurde. Schon 1959 hatte Johannes XXIII. in der ersten Enzyklika seines Pontifikates das Hauptziel des Konzils klar umrissen:

"Hauptziel des Konzils wird es sein, das Wachstum des katholischen Glaubens und die heilsame Erinnerung der Sitten des christlichen Volkes zu fördern, sowie die kirchliche Disziplin den Notwendigkeiten unserer Zeit anzupassen."
Das Konzil soll also erreichen, dass die Kirche den in seinem Wesen un-veränderlichen Schatz des ihr anvertrauten Glaubensgutes in einer Form darbietet, die von der modernen Welt verstanden und als ihr gemäß betrachtet werden kann.

Als zweite Aufgabe des Konzils bezeichnete der Papst den Dienst an der Einheit der Christen. Er sagte:

"Das wird ohne Zweifel ein wunderbares Schauspiel der Wahrheit, der Einheit und der Liebe sein, ein Schauspiel, das auch aus der Sicht jener, die von diesem Apostolischen Stuhl getrennt sind, eine sanfte Einladung sein wird, wie wir hoffen, jene Einheit zu suchen und zu er-langen, die Jesus Christus in solch glühenden Gebeten erfleht."

10 Kommissionen, zusammengesetzt aus aller Welt, und 2 Sekretariate bereiteten das Konzil vor, das dann in 4 Sitzungsperioden, unterbrochen von 3 Zwischenperioden, diese Arbeit auf sich nahm, bis es am 8 Dezember 1965 von Papst Paul VI. feierlich zu Ende geführt wurde. Nun ging es darum, die Erkenntnisse und Ergebnisse des Konzils in die Gemeinden hineinzutragen und seine Beschlüsse zur Durchführung zu bringen. Auch das kirchliche Leben in Laffeld war und ist von diesem Bemühen geprägt. Zwei Beispiele mögen das deutlich machen: Die liturgische Erneuerung und die Erneuerung des Laienapostolates.
1. Die liturgische Erneuerung
In der Liturgiekonstitution lesen wir:
"Das Heilige Konzil hat sich zum Ziel gesetzt, das christliche Leben der Gläubigen mehr und mehr zu vertiefen; die dem Wechsel unterworfenen Einrichtungen den Notwendigkeiten unseres Zeitalters besser anzupassen; zu fördern, was immer zur Einheit aller, die an Christus glauben, beitragen kann; und zu stärken, was immer helfen kann, alle in den Schoß der Kirche zu rufen. Darum hält es das Konzil auch in besonderer Weise für seine Aufgabe, sich um Erneuerung und Pflege der Liturgie zu sorgen."

Dass bei der Durchführung dieser Beschlüsse manches aufgegeben werden musste, was uns lieb und aus der Geschichte vertraut war ist sicher, und ist für viele vielleicht heute noch ein schmerzlicher Verlust. Dagegen sollte man aber auch das ehrliche Bemühen sehen, den Gläubigen ein besonderes Verstehen und ein lebendiges Mittun beim Gottesdienst zu ermöglichen. Manches ist uns heute doch schon so selbstverständlich und lieb geworden, dass wir uns die frühere Form der Liturgie kaum noch vorstellen können. Ich denke zum Beispiel an die Zulassung der Muttersprache bei der hl. Messe, an die Stellung des Priesters zum Volk hingewandt, um den Opferaltar als Mitte herauszustellen, an das reiche Angebot des Gotteswortes in den verschiedenen Jahresreihen und überhaupt die Neuordnung der Eucharistiefeier mit den beiden Schwerpunkten Wortgottesdienst und Opfergottesdienst Manchmal denke ich in dem Zusammenhang, wenn Gott uns so manches von dem Vertrauen aus den Händen nimmt, macht er sie doch frei um sie neu zu füllen und uns mit dem Besseren und Sinnvollen zu beschenken. Die Erneuerung der Liturgie, sowohl der hl. Messe wie auch der übrigen Sakramente soll doch helfen, den Gläubigen einen echten lebensnahen Mitvollzug und eine frohe, aufgeschlossene Mitfeier der Gottesdienste zu erleichtern. Manches wurde schon erreicht vieles steht noch als Aufgabe vor uns. Aber die Mühe lohnt. Denn die Liturgie ist und bleibt

"der Gipfel, dem das Tun der Kirche zustrebt und zugleich die Quelle aus der all ihre Kraft strömt." (Liturgiekonstitution)

2. Erneuerung des Laienapostolates Um die verantwortliche Mitarbeit der Laien zu motivieren und entsprechend den Anforderungen unserer Zeit zum Tragen zu bringen, wurden in allen katholischen Gemeinden die Pfarrgemeinderäte eingeführt. In einem besonderen Aufruf umschrieb der damalige Bischof von Aachen Dr. Johannes Pohlschneider im März 1968 die Bedeutung dieses neuen Gremiums:
"... Mit diesem Schritt (d.i. die Einführung der Pfarrgemeinderäte) erfüllen wir einen entscheidenden Auftrag des Konzils. Die Wahlen dürfen als ein wesentlicher Beitrag für den Aufbau und das Leben der Kirche i n unserer Zeit gewertet werden. Die gemeinsame Verantwortung aller Glieder des Gottesvolkes wird durch sie erneut in unser aller Bewusstsein gerufen. In den kommenden Pfarrgemeinderäten sollen alle Fragen des pfarrlichen Lebens beraten und die Durchführung gemeinsamer Aufgaben beschlossen werden. Der Rat der Laien soll gehört und ihr Mitspracherecht sichergestellt und geordnet werden. Bei allem wird es auf eine gute Zusammenarbeit von Priestern und Laien und ein brüderliches Miteinander-Planen und Handeln ankommen."

Die Satzung für die Pfarrgemeinderäte im Bistum Aachen legt die Aufgaben des Pfarrgemeinderates folgendermaßen fest:
"Der Pfarrgemeinderat ist der vom Bischof eingesetzte Pastoralrat und das vom Bischof anerkannte Organ des Laienapostolates der Gemeinde. Der Pfarrgemeinderat dient dem Aufbau einer lebendigen Gemeinde und der Verwirklichung des Heils- und Weltauftrags der Kirche. Aufgabe des Pfarrgemeinderates ist es, in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, je nach Sachbereichen und unter Beachtung diözesaner Regelungen beratend oder beschließend mitzuwirken. Als Pastoralrat hat er den Pfarrer in seinen Aufgaben zu beraten und zu unterstützen. Als Organ des Laienapostolates kann er, unbeschadet der Eigenständigkeit der Gruppen und Verbände in der Gemeinde, in eigener Verantwortung tätig werden."

So wurde auch in Laffeld im März 1968 der 1. Pfarrgemeinderat gegründet, der am 2. April 1968 zu seiner 1. Sitzung zusammentrat. Fortan sind in jeder katholischen Gemeinde zwei Gremien, die ihr Leben mitprägen und -tragen: Der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat. Der Kirchenvorstand ist dabei die staatsrechtlich verankerte Einrichtung. Seine Aufgaben sind durch Staatsgesetz genau festgelegt und vorgeschrieben. Er ist der eigentliche Rechtsträger der Gemeinde und vertritt sie nach außen hin. Seine verantwortungsvolle Arbeit vollzieht sich weithin unbemerkt von der Öffentlichkeit im Gegensatz zum Pfarrgemeinderat, der mit seinen Arbeitskreisen und Sachausschüssen den praktischen Aufgaben in der Gemeinde nachgeht. Der Kirchenvorstand hat den Jahresetat aufzustellen und seine Durchführung zu überwachen. Er ist für alle finanziellen Belange in der Gemeinde verantwortlich. Er trägt Sorge für die Gebäude und den gesamten Besitz in der Kirchengemeinde. Notwendige Bau- und Reparaturmaßnahmen sind von ihm zu veranlassen und unter der Aufsicht und Genehmigung der vorgesetzten Behörde des Bistums durchzuführen. So stehen beide Gremien mit ihren speziellen Aufgaben im Dienste der Gemeinde, bemüht, in einem harmonischen Zusammenspiel diesem Auftrag gerecht zu werden.
Einige besondere Gedenktage im kirchlichen Raum für die Zeit nach 1966 sollen nicht unerwähnt bleiben.
Im Juni 1970 konnte Herr Pfarrer Ludwig Schmitz sein 40jähriges Priesterjubiläum feiern. 1974 feierte der in seiner Heimat Laffeld lebende Pfarrer i.R. Jakob Maybaum sein diamantenes Priesterjubiläum. Im Mai 1977 konnte Herr Lambert Schmitz das 50jährige Jubiläum als Küster, Organist und Chorleiter in der Pfarre St. Josef feiern. Ein Jahr später, am 23. Mai 1978 wurde er zu Gott in die Ewigkeit heimgerufen.
Am 3. Oktober 1976 verstarb Herr Pfarrer i.R. Josef Bohnen, der lange Jahre Pfarrer in Ophoven gewesen war und danach seinen Ruhestand in seiner Heimat Laffeld verlebte. In Ophoven wurde er zur letzten Ruhe gebettet. Herr Pfarrer i.R. Jakob Maybaum verstarb am 17. März 1978 und wurde auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde Laffeld begraben. Unter großer Anteilnahme aller Vereine des Dorfes und der ganzen Bevölkerung Laffelds konnte Herr Pfarrer Ludwig Schmitz am 1. Juni 1980 den Tag seines goldenen Priesterjubiläums feiern. Die Heinsberger Volkszeitung berichtete ausführlich über diesen Ehrentag, der zu einem Fest der ganzen Gemeinde wurde.
Noch drei weitere Jahre konnte Herr Pfarrer Ludwig Schmitz sein Amt als Pfarrer von Laffeld ausüben. Dann musste er zum 1. Juni 1983 aus Alters- und Gesundheitsgründen auf dieses Amt verzichten und den Bischof bitten, ihn in den Ruhestand zu versetzen.
Am 53. Jahrestag seiner Priesterweihe, am 29. Mai 1983, verabschiedete sich Herr Pfarrer Ludwig Schmitz in einer Festandacht als Pfarrer von Laffeld. Herr Regionaldekan Albert Honings sprach ihm im Namen des Bischofs und dem Sprecher des Kirchenvorstandes, Herrn Karl Görtz im Namen aller Bürger und der örtlichen Vereine den Dank aus für seine 24jährige Tätigkeit in Laffeld. Wenn er auch in den verdienten Ruhestand trat, so blieb er doch Laffeld erhalten, weil er auch weiter das Pfarrhaus in Laffeld bewohnen konnte.
Die Verabschiedung von Herrn Pfarrer Ludwig Schmitz aus dem aktiven Dienst sollte nicht nur für Laffeld, sondern auch für die Nachbargemeinde Aphoven einschneidende Folgen haben. Wegen des Priestermangels konnte der Bischof keinen neuen Pfarrer mehr für Laffeld ernennen. Laffeld und Aphoven sollen in Zukunft in einem Kooperationsmodell zusammenarbeiten, wobei dem Pastor von Aphoven, Pfarrer Hubert Sieberichs, dem Schreiber dieser Zeilen, der priesterliche Dienst und die Verwaltung für die beiden Gemeinden übertragen wurde. In gemeinsamen Sitzungen der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte mit dem Regionaldekan Albert Honings und Dechant Johannes Winker wurde ernsthaft überlegt und beraten, wie man dieser Aufgabe am besten gerecht werden konnte. Es lag auf der Hand, dass beide Gemeinden dabei Opfer bringen mussten. In einem besonderen Pfarrbrief an alle Bewohner beider Gemeinden teilte der Pastor den Gläubigen die Ergebnisse der intensiven Beratungen mit, bat um Verständnis für die neue Situation und lud alle ein, nach Kräften mitzuhelfen, die Aufgaben zu meistern.

"Herr Pfarrer Ludwig Schmitz", so hieß es in diesem Brief, "wissen wir uns sehr zu Dank verpflichtet für die Arbeit, die er bis in sein hohes Alter, oft über seine Kräfte hinaus, geleistet hat. Wann er aus dem wohlverdienten Erholungsurlaub zurückkommt und wie weit er dann noch in der Seelsorge mithelfen kann, ist ungewiss."
Für die Zahl der hl. Messen wurde das Wort des Bischofs zugrunde gelegt, das er im Advent 1982 an alle Priester gerichtet hatte. Danach darf die Zahl der Zehlebrationen nicht grenzenlos vermehrt werden.

Der Bischof schreibt:
"Die alte, nie außer Kraft gesetzte, wiederholt eingeschärfte Regel darf keine blasse Theorie bleiben: Der Normal fall für den Priester ist die täglich einmalige Zehlebration, bei begründeten Ausnahmen können am Werktag zwei heilige Messen und können (die Vorabendmesse eingeschlossen) bis zu drei Sonntagsmessen gefeiert werden. ...Wo die Regel fortwährend übertreten wird, aus noch so hoher pastoraler Verantwortung zugegebenermaßen, da leidet das Verhältnis des Priesters zur Eucharistiefeier und leidet auch die Kraft zu ihrem glaubwürdigen, sammelnden, inspirierenden Vollzug not. Notsituationen, die sich hier deutlich abzeichnen und die viele unserer Mitbrüder und Gemeinden bereits bedrängen, erfordern andere Lösungen als die immer weitere Vermehrung der Eucharistiefeiern mit immer weniger werdenden Priestern."

Es war allen an den Beratungen Beteiligten klar, dass dieses Bischofswort gilt, und dass eine Planung im Ungehorsam dem Bischof gegenüber keinen Segen bringen würde.
Man beschloss darum, eine Vorabendmesse für beide Gemeinden und in jeder Gemeinde je eine hl. Messe am Sonntag zu feiern. Diese Ordnung soll monatlich wechseln. Für die Wochentage beschloss man, in jeder Gemeinde eine Abendmesse zu feiern und zwar mittwochs, dem Josefstag, in Laffeld und freitags, dem Herz-Jesu-Tag, in Aphoven, an den übrigen morgens im Wechsel. Für die Feste sollen besondere Regelungen getroffen werden.
Man beschloss, einen gemeinsamen Pfarrbrief für beide Gemeinden herauszugeben. Er soll ein Bindeglied zwischen beiden Gemeinden werden, ohne dass eine von ihnen ihre Eigenständigkeit aufgeben soll. Beide Gemeinden sollen aber voneinander wissen, und man könnte auch den Gottesdienst in einer anderen Gemeinde besuchen, wenn die Zeit in der eigenen Kirche einmal ungelegen sein soll.
Die Pfarrgemeinderäte beschlossen, ihre Sitzungen in Zukunft zusammen zu halten, wobei der Sitzungsort jedes Mal zwischen Aphoven und Laffeld wechseln soll. Das Pfarrtest in Aphoven und das Wiesenfest in Laffeld sollen ebenfalls gemeinsam in jährlichem Wechsel durchgeführt werden.
Sicher konnten mit diesen Planungen nicht alle Wünsche erfüllt werden. Aber wenn wir heute zurückschauen, können wir dankbar feststellen, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Laffeld und Aphoven sehr gut eingespielt hat. Das hat sich besonders gezeigt bei der gemeinsamen Fronleichnamsfeier für beide Gemeinden in den Jahren 1984 und 1985. Dank sei an dieser Stelle allen gesagt, die der Situation das nötige Verständnis entgegengebracht haben und die ihren Beitrag geleistet haben zu dem echten harmonischen Zusammenspiel beider Gemeinden, vor allem den verantwortlichen Vertretern in den Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten, aber auch in den Vereinen und Gemeinschaften beider Gemeinden.
Am Sonntag, dem 29. September 1985, dem Fest des hl. Erzengels Michael, verstarb nach langem Leiden Herr Pfarrer i.R. Ludwig Schmilz im Pfarrhaus zu Laffeld, im Alter von 81 Jahren, im 56. Jahr seines Priestertums. Von 1959 bis 1983 war der Heimgegangene Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Josef, immer mit großer Verantwortung bemüht für die Gläubigen seiner Pfarrgemeinde und für viele Menschen darüber hinaus als Priester dazusein.
Am Freitag, dem 4. Oktober 1985, wurde der liebe Verstorbene auf dem Friedhof zu Laffeld zur letzten Ruhe gebettet. Die Pfarrgemeinde St Josef Laffeld wird ihrem langjährigen Seelsorger ein ehrendes Andenken bewahren.
Damit möchte ich den Bericht "Laffeld aus kirchlicher Sicht" abschließen in der zuversichtlichen Hoffnung, dass bei allen Einschränkungen die uns die Zeit auferlegt, die großen Aufgaben und Anliegen der Gemeinden keinen Schaden zu leiden brauchen, wenn wir alle zusammenstehen und zusammenarbeiten, und wenn wir alle bereit sind private Wünsche zurückzustellen, wenn und wo es um die größeren Be-lange und um das Ganze der Gemeinden geht. Möge der hl Josef unser Pfarrpatrons uns zu diesem Bemühen Gottes Segen erflehen.


Pfarrer Hubert Sieberichs

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