Kapitel 3

Chronik der Schützen


Der Vorstand 1986

Vorsitzender: Jakob van Helden

Stellvertreter: Gerhard Maybaum

Schriftführer: Herm.-Josef Schmitz

Stellvertreter: Paul Winkels

Kassierer: Ludwig Rütten

Stellvertreter: Hans Cüppers

Schießmeister: Franz-Josef Keimes

Beisitzer Hermann Heutz

Jungschützenmeister: Peter Cüppers



Die Geschichte der Schützenbruderschaft wurde bereits in der Festschrift zum Schützenfest 1966 niedergeschrieben. Weitere Begebenheiten sollen hier berichtet werden.

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Schützenfest 1965 in Aphoven


Das Jahr 1966 stand ganz im Zeichen des Heimat- und Dekanatschützenfestes. Alle Mühen und Arbeiten waren vergessen, als am 5. Juli 1966 29 Bruderschaften mit ihren Musikzügen bei strahlendem Wetter durch die geschmückten Straßen zogen und von einigen tausend Zuschauern begeistert gefeiert wurden. Das hat Laffeld noch nicht erlebt ,berichtete die "Heinsberger Volkszeitung "Trotz guten Ablaufens des Festes wurden die Finanziellen Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Bei der Generalversammlung 1967 wurde folgender Vorstand gewählt:
1. Vorsitzender Josef Maybaum
2. Vorsitzender Jakob van Helden
1. Schriftführer Heinrich Winkels
1. Kassierer Ludwig Rütten
2. Beisitzer Willi Rongen
Leo Cüppers ernannte man zum Ehrenvorsitzenden.
Mit gemischten Gefühlen nahm die Versammlung zur Kenntnis, dass der Saal fortan für Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung stand Aus der gegebenen Situation war man gezwungen, für die Veranstaltungen ein Festzelt anzumieten. Kleinere Vereinsfeste konnten in dem bisherigen Rahmen nicht mehr durchgeführt werden.

Die Karnevalsveranstaltungen führte man ab sofort in einem Festzelt durch. Das Trommlerkorps aus Laffeld und Aphoven schloss sich aus diesem Zweck zusammen, was sich bis heute als sehr vorteilhaft erwiesen hat.
Da es zu den Aufgaben der Bruderschaft gehört, für die Belange des ganzen Dorfes einzutreten, wurden immer wieder finanzielle und personelle Unterstützungen für Kirche und Dorfgemeinschaft zugesagt.

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Josef Maybaum, erster Bezirkskönig 1967


Unser Schützenkönig Josef Maybaum errang beim Bezirksschützenfest in Kirchhoven die Würde des Bezirksschützenkönigs, welche erstmals in unserem Bezirk ermittelt wurde.


Bei der Generalversammlung 1969 änderte sich der Vorstand
1. Vorsitzender Jakob van Helden
2. Vorsitzender Paul Winkels
Schriftführer Heinrich Winkels
Kassierer Ludwig Rütten
Zeugwart Hubert Krähe
Beisitzer Peter Cüppers und Josef Schmilz


Ferner beschlossen die anwesenden Mitglieder, in Zukunft am Josefstag einen Imbiss zu reichen.
Die Generalversammlung 1970 stand ganz im Zeichnen der Vorbereitungen des SO jährigen Bestehens der Bruderschaft. Um die Kameradschaft zu fördern, wurde im Sommer erstmals ein Ausflug durchgeführt. Die jüngeren und junggebliebenen Mitglieder der Bruderschaft und des Trommlerkorps verbrachten einige frohe Stunden in Linz am Rhein. Nachdem die ältere Generation das Freigehege in Gangelt besucht hatte, verlebten sie noch einige frohe Stunden in der "Brommeier Mühle".
Im Februar 1971 feierte Pastor Josef Bohnen das Goldene Priesterjubiläum.
Da bei der Primiz im Jahre 1921 unsere Bruderschaft erstmals öffentlich in Erscheinung trat, war es uns eine besondere Freude, mit ihm das 5Ojährige Priesterjubiläum zu feiern.
Im August 1971 fand an Stelle der Herbstkirmes die offizielle Feier zum 5Ojährigen Jubiläum statt. Dabei hatten wir die Gelegenheit, Gründer und verdiente Mitglieder auszuzeichnen.
An der Verschönerung des Aufzuges am Sonntag beteiligten sich die Bruderschaften aus Aphoven, Heinsberg und Unterbruch.
Gut besuchte Tanzveranstaltungen am Sonntag und Montag sorgten für einen schönen Abschluss der Festtage. Pfarrer Bohnen bekundete seine Verbundenheit mit der Bruderschaft, in dem er eine Silberplatte für das Königssilber stiftete.
Im Jahre 1972 erwarb die Bruderschaft ein neues Kleinkalibergewehr, wozu die Stadt uns einen Zuschuss von 300,- DM gewährte. Hiermit hoffte man, die Jugend an den Schießsport heranzuführen.
Bei der Generalversammlung 1973 konnte der Vorstand die neugestaltete Vereinschronik den Mitgliedern vorlegen.

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Diözesanbundesmeister Pütz und Präses Pfarrer Schmitz ehren verdiente Mitglieder: Josef Heutz, Josef Schlebusch, Leo Cüppers und Andreas Maybaum. Durch Krankheit bei der Ehrung verhindert Josef Rongen


Pfarrer Josef Bohnen und Chronist Lehrer i.R. Andreas Mavbaum wurden für besondere Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Ehrenurkunde des Historischen Verbandes der Schützenbruderschaften des Hl. Sebastianus überreichte der Präsident Jakob van Helden am 23. November 1973 im Pfarrhaus.
Reibungslos mit viel Spaß und guter Laune verlief der Ausflug der Schützen mit ihren Frauen und Bräuten ins Neandertal und nach Schloß Burg an der Wupper, weiter durch das Bergische Land und ins Ahrtal, wo die Fahrt mit einem feuchtfröhlichen Abend endete.
Da an unserer Pfarrkirche im Jahre 1974 erhebliche Renovierungsarbeiten notwendig wurden' erklärten sich alle Schützen sofort bereit, durch Ableisten von Hand- und Spanndiensten die Kosten erträglicher zu halten.
Im gleichen Jahr beschlossen die Vorstandsmitglieder aller Dorfvereine, erstmals ein Wiesenfest durchzuführen. Nach vielen Besprechungen und sorgfältigem Planen, konnte man die Erfolge und Früchte gemeinsamer Arbeit am 14. Juli ernten. Dabei boten sie der Bevölkerung ein abwechslungsreiches Programm an, bei dem für die Schützen der Vogelschuss stattfand. Da dieses Fest ein finanzieller Erfolg war Beschloss man es alljährlich unter der Regie der "Vereinigten Vereine" durchzuführen. Aus dem Reinerlös dieser Veranstaltungen werden immer wieder Geldbeträge für Kirchen- und Dorffeste zur Verfügung gestellt.

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Letzter Aufzug altgedienter Offiziere Heinrich Ohlenforst, Franz Schmitz und Franz Heinrichs


Durch die Sommerliche Witterung wurden die Veranstaltungen der Herbstkirmes im Jahre 1975 günstig beeinflusst. Das Königspaar lud dazu die St. Michaeli-Schützenbruderschaft aus Dedenborn, dem Heimatort der Königin ein. Am Sonntag trafen die Gäste mit der gesamten Bruderschaft hier ein und nahmen am Festzug durch den festlich geschmückten Ort teil. Da auch unsere Bruderschaft mit dem Trommlerkorps und dem Musikverein Braunsrath vollzählig war, bot der Schützenzug ein imposantes Bild, das allerseits begrüßt wurde und großen Beifall fand.
Im Jahre 1976 beantragte der Vorstand die Eintragung der St. Josef-Schützenbruderschaft in das Vereinsregister, um rechtlich abgesichert zu sein. Dieser Antrag wurde von der Versammlung einstimmig angenommen.
Die Mitglieder der Bruderschaft und des Trommlerkorps, sowie ihre Frauen, Bräute und Freundinnen, starteten am Pfingstsonntag mit 150 Personen zu einem Ausflug in die Eifel nach Dedenborn. Es war zu-gleich ein Höflichkeitsbesuch bei der dortigen St. Michaeli-Schützenbruderschaft, die im vergangenen Jahr bei dem amtierenden Königs-paar Schollbach zu Gast war. Am Morgen trafen wir bereits in Dedenborn ein und beteiligten uns an den Feierlichkeiten anlässlich des 44. Stiftungsfestes. Die Parade, die unsere Bruderschaft nach dem Aufzug vorführte und von den Königspaaren mit Gefolge abgenommen wurde, war etwas Neues für die Zuschauer und fand großen Beifall.
Aus Anlass ihres 75jährigen Bestehens lud uns die St. Arnoldi- Schützenbruderschaft Aphoven zu einem kleinen Schützenfest ein. Beim sonntäglichen Festzug war unsere Bruderschaft fast vollzählig vertreten.
In den vergangenen Jahren hat die Bruderschaft jedem Ortsverein einen Kirmesmontag zur Verfügung gestellt, damit die jeweilige Vereinskasse aufgebessert werden konnte. Dies führte man 1977 letztmalig durch.
Bei der Generalversammlung im Jahre 1978 beschloss man, grüne Sporthemden für die Jungschützen anzuschaffen, damit auch das äußere Bild einen würdigen Rahmen findet.
Einige Vorstandsmitglieder der Ortsvereine, so auch der Schützen, unternahmen mit den Jugendlichen eine Tagesfahrt nach Hellenthai in der Eifel. Es sollte eine Anerkennung und Ansporn sein, die bisher gezeigte Einsatzfreude der Vereine auch künftig zu pflegen.
Das Wochenende vom 16. - 18. Mai 1980 stand ganz im Zeichen des 60jährigen Jubiläums des Trommlerkorps Cäcilia. Am 16. Mai zog man mit allen Ortsvereinen zur Gefallenenehrung. Im Anschluss daran fand im Festzelt ein Heimatabend statt. Wie beschlossen, übernahmen die Schützen die Kassen Besetzung. Bei der Gratulationscour zeigte sich die Bruderschaft durch die Stiftung einer Tambouruniform besonders erkenntlich. Da das Trommlerkorps den Ausschank auf Festzelt und Wiese selbst übernommen hatte, erklärten sich gerne mehrere Schützen bereit, die Arbeiten hinter der Theke bzw. Pavillon zu übernehmen. Die restlichen Schützen begleiteten mit Offizieren und Fahnen das Königspaar beim Festzug.
Durch Spenden der Ortsvereine konnte die Josefstatue, die heute vor unserer Kirche steht, in Auftrag gegeben werden. Den Grundstock dazu legte die Bruderschaft schon in den vergangenen Jahren durch Sammlungen am Patronatstag.
Bei der Frühkirmes am 1. Mai 1981 konnten wir wieder die St. Michaeli-Bruderschaft aus Dedenborn begrüßen. Im Anschluss am Festzug wurde unter Beteiligung aller Ortsvereine der Maibaum aufgesetzt.
Die Herbstkirmes vom 29. - 31. August wurde durch die Jubelfeier des FC-Alemannia eröffnet. Gemeinsam zog der Sportverein mit den Ortsvereinen zum Kriegerdenkmal, um ihre Toten zu ehren. Anschließend fand im Festzelt die Jubelfeier statt, wobei die Schützen wieder die Kassenbesetzung übernahmen. Für den Sportverein war die Veranstaltung ein voller Erfolg.
Bereits im Jahr 1983 stellte die Bruderschaft bei der Delegiertenversammlung den Antrag auf Ausrichtung des Bezirksschützenfestes für 1986. Dieser Antrag fand volle Zustimmung der Delegierten.
Nach längerer Zeit lud man erstmals wieder zu einem Kameradschaftsabend ein, was von den meisten mit Frauen und Bräuten genutzt wurde. Um die Kasse nicht zu belasten, wurden Speisen und Getränke zum Selbstkostenpreis angeboten. Den Höhepunkt des Abends bildete die Jubilarehrung.
Am 29. Mai trat Pfarrer Schmitz in den wohlverdienten Ruhestand. Bei der Verabschiedung war auch die Bruderschaft neben allen anderen Ortsvereinen vertreten. Neuer Präses ist jetzt Pfarrer Sieberichs aus Aphoven, der auch die Pfarre Laffeld mit verwaltet.
Im Jahre 1984 wurde auf Wunsch der älteren Mitglieder, statt des versprochenen Ausflugs, am Sonntag, dem 1. April zu einem geselligen Nachmittag in das Vereinsheim eingeladen. 24 Mitglieder folgten der Einladung. Zu Kaffee und Kuchen berichteten wir aus unserer Chronik. Im Anschluss daran zeigte Heinz Heinrichs Bilder aus alter Zeit. Nach einigen Stunden gemütlichen Beisammenseins war man der Meinung, dass dies für die Senioren auch in Zukunft ein schöner Brauch werden könnte.
Bei der Delegiertentagung am 30. März in Aphoven wählten die Vertreter der einzelnen Bruderschaften unser Mitglied Toni Hennes erneut für weitere 5 Jahre zum Bezirksbundesmeister.
Das gute Verhältnis zwischen der St. Arnoldi- Bruderschaft Aphoven und unserer Bruderschaft zeigte sich besonders beim Schützenfest vom 9. - 12. August in Aphoven. Freitags beim Heimatabend sowie sonntags beim Festzug glänzte das Trommlerkorps und die ganze Bruderschaft durch vollzählige Beteiligung und Disziplin.
Am Sonntagmorgen, dem 29. September, starb unser früherer Präses Pfarrer Ludwig Schmitz. Viele Schützen geleiteten ihn am 4. Oktober zu seiner letzten Ruhestätte. Wir werden seiner stets gedenken.
Bereits im Herbst begannen wir mit den Vorbereitungen auf unser Schützenfest. An den Festtagen vom 11. -14. Juli hoffen wir auf die Mitwirkung und Unterstützung der gesamten Bevölkerung, damit dieses Fest noch lange in bester Erinnerung bleibt.