Wiesenfest

 

Wiesenfest

Auf der Generalversammlung der Schützenbruderschaft am 12. Januar 1974 erwog die Versammlung die Veranstaltung eines Wiesenfestes. Nach mehrfachen Besprechungen und sorgfältigem Planen konnten die Vorstände der Laffelder Vereine (Schützen, Trommlercorps, Fußballclub, Kirchenchor, Feuerwehr) und des Roten Kreuzes die Erfolge und Früchte gemeinsamer Arbeit anlässlich des Wiesenfestes am 14. Juli 1974 auf dem Sportplatz ernten. Dabei boten sie der Bevölkerung ein abwechslungsreiches Programm, bei dem auch für die Schützen der Königsvogelschuss stattfand. Die Königswürde errang der bisherige Fahnenträger Hans Jäger.

Die Häuser und Wohnungen waren an dem Sonntag leer. Das Fest hatte die Bevölkerung auf den Sportplatz gelockt. Viel Freude und Frohsinn gab es beim ersten Wiesenfest der vereinigten Ortsvereine. Das Fest begann am Sonntagmorgen mit einem feierlichen Hochamt - musikalisch umrahmt vom Kirchenchor Laffeld und dem Musikverein Braunsrath - auf dem Sportplatz. Jung und Alt amüsierte sich beim Torwandschießen, Büchsen- und Hufeisenwerfen sowie Nageln. Die Kinder hatten ihre Freude am Luftballonwettbewerb und an der Kinderbelustigung beim Vogelschuss.

Das Fest lohnte in jeder Hinsicht die aufgewandten Arbeiten und Mühen. Der Reinerlös floss in eine eigens eingerichtete Kasse der Vereinigten Vereine, aus der Ausgaben für besondere Anschaffungen und Anlässe wie Altentage, Martinsfeier, Goldhochzeiten usw. bestritten werden sollen. Für den Kirchenchor wurde aus dem Ertrag für die musikalische Arbeit eine Kleinorgel angeschafft. Auch ein anderer Aspekt spielte für die Veranstaltung des Wiesenfestes eine Rolle. So schreibt der Chronist der Schützen: "Ein solches Fest soll auch dazu beitragen, zumal kein Saal mehr im Ort benutzbar ist, das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl in der Bevölkerung zu pflegen und zu fördern." Alles in allem war es ein gelungenes Fest.

Bilder vom Wiesenfest 1975

Das zweite Wiesenfest am 8. Juni 1975 zog auch in diesem Jahr das Interesse und die Teilnahmefreudigkeit auf sich. Ganz Laffeld war auf den Beinen beim Wiesenfest, das wieder von den Ortsvereinen gestaltet und durchgeführt wurde. Es begann mit einem eindrucksvollen Feldgottesdienst, vom Kirchenchor mitgestaltet. Hierbei erklang auch erstmals die transportable Kleinorgel, die aus einem Teil des Erlöses des Vorjahres angeschafft wurde und nun allen Vereinen zur Verfügung stand. Den Sportplatz hatten fleißige Hände in einen wahren Vergnügungspark verwandelt. Dazu trug ein Programm bei, das allerlei Unterhaltung und Abwechslung für Kleine und Große zu bieten hatte. Werner Schollbach wurde beim Vogelschuss während des Festes als Schützenkönig ermittelt.

Die Vereinigten Vereine von Laffeld feierten am 30. Mai 1976 ihr schon zur Tradition gewordenes Wiesenfest auf dem Sportplatz in einem ähnlichen Rahmen wie in den beiden Vorjahren mit Spiel und Kurzweil. Jeder Ortsverein erhielt aus dem Erlös des Vorjahres 1975 400,-- DM. Der Pfarrgemeinde St. Josef wurden ebenfalls 400,-- DM für die Renovierung des Hauptaltars in der Kirche zur Verfügung gestellt. Für das Jahr 1976 wurden jedem Verein 300,-- DM zugesprochen; den Rest legte man in einem Sonderfonds fest.

Am 10. Juli 1977 fand das Wiesenfest der Ortsvereine wieder statt. Es nahm seinen üblichen Verlauf. Lambert Storms errang nach einem eifrigen Wettschießen an dem Tag die Königswürde.

Das Wiesenfest hatte nun bereits seinen festen Platz im Leben der Vereine und der Bevölkerung im Jahresverlauf. Es startete am 11. Juni 1978. Paul Winkels schaffte den Meisterschuss zum König für 1978/79.

In der Chronik der Schützen/Vereine ist von nun an bis 2000 fast nichts zu erfahren, wie es weiterging. Jährlich wurde ein Fest abgehalten, teils auf dem Sportplatz, hin und wieder aber auch am Vereinsheim (ehemalige Schule).

Bilder vom Wiesenfest 1978

Ab den 90er-Jahren wurde das Wiesenfest jeweils nur noch alle zwei Jahre durchgeführt. Am 6./7. Juli 1996 veranstaltete das Trommler- und Pfeifercorps Cäcilia ein Sommerfest, bei dem wie beim Wiesenfest der Vogelschuss stattfand. Offizier der Schützen Willi Mertens errang die Königswürde.

Wiesenfest 1998

Am 3. September 2000 wurde das Wiesenfest von den Vereinigten Vereinen veranstaltet, bei dem alle Vereine sich kräftig engagierten. Im Jahre 2002 fand das Wiesenfest der Vereinigten Vereine nach langer Zeit wieder einmal auf dem Sportplatz statt. Trotz des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft wurde das Fest von der Dorfbevölkerung gut besucht und die Vereine konnten einen Gewinn von 1.500,-- Euro verbuchen.

Am 17. Juli 2004 beteiligten sich die Vereinigten Vereine an Stelle des üblichen Wiesenfestes am Pfarrfest an der Pfarrkirche St. Josef anlässlich des 100jährigen Bestehens des Gotteshauses. Die Schützen kümmerten sich um das leibliche Wohl der Besucher. Das Jubiläumsfest wurde in jeder Hinsicht ein voller Erfolg.

Kirchenjubiläum 2004

Das folgende Wiesenfest hat am 9. Juli 2006 rund um den Kirchturm der Pfarrkirche stattgefunden. Es begann nach der hl. Messe um 10.00 Uhr. Das Wetter spielte sommerlich warm mit. Die Dorfbevölkerung beteiligte sich sehr zahlreich an dem Wiesenfest auf dem weiten Gelände rund um den Kirchturm. Junge und Alte kamen auf ihre Kosten. Selbst das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in Berlin zwischen Italien und Frankreich tat dem Fest keinen Abbruch. Italien wurde Weltmeister. Deutschland hatte sich am Vortag im "kleinen Endspiel" den 3. Platz der WM gegen Portugal erkämpft. Das Wiesenfest konnte sich in jeder Hinsicht als erfolgreich sehen lassen.

Die Vereinigten Vereine unterstützten nach jedem Fest immer großzügig die Pfarrgemeinde mit finanziellen Mitteln, so dass Anschaffungen getätigt werden konnten, die sonst nicht möglich gewesen wären: die mobile Lautsprecheranlage der Kirche, die Liedanzeige, die Polsterung der Kirchenbänke, Porzellan für Feste auf dem Sportplatz, Küchenausstattung im Vereinsheim.

 

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